Stadtspaziergang: „Viel Raum für wenig Gläubige – Kirchengebäude in säkularisierten Gesellschaften – auch ein Soester Thema!“
12. September um 14:00 – circa 16:00
Unverwechselbar, in Grünsandstein gekleidet prägen die sieben mittelalterlichen Kirchen fast unverändert seit mehr als achthundert Jahren die Soester Stadtsilhouette. Auf engem Raum bilden sie ein außergewöhnliches Ensemble, das seinesgleichen sucht. Streng historisch gesehen sind sie Relikte einer längst vergangenen Zeit. Auffällig und in der westlichen Welt vielfach nicht aufzuhalten ist die postmoderne Zersplitterung der Lebenswelten, die mit der zunehmenden Individualisierung der Lebensentwürfe einhergehen und vor allem religiösen Gemeinschaften zusetzen – ein Auslaufmodell in nie gekanntem Tempo? – Doch der Abgesang auf die Kirchengebäude als Ort einer spirituell gelenkten Frömmigkeit darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Soester Kirchen viel mehr sind als das. Ihre Bedeutung für die Stadtgesellschaft, für die Menschen vor Ort und Besuchende ist nicht hoch genug wertzuschätzen. Sie vermitteln die Geschichte der Stadt, gerade in ihrer unmittelbar erlebbaren Authentizität. Der Stadtspaziergang nimmt Sie mit, das Auge auf die Schönheit der Gebäude zu richten, ihre herausragenden Details zu entdecken, sich der vielfältigen sowohl sakralen als auch zum Teil profanen Nutzungen in der Geschichte bewusst zu werden! Wir laden Sie ein, die oftmals als selbstverständlich wahrgenommene Kirchenlandschaft neu zu sehen. Dies an einem ersten Beispiel: die sich gegenüberstehenden Kirchen St. Petri und St. Patrokli. Leitung: Dr. Bärbel Cöppicus-Wex und Dr. Annette Werntze. Anmeldungen ab dem 12.8.2026 (bis 12 Uhr)
an die Geschäftsstelle, Tel. 02921-103-1242 oder per E-Mail an: info@geschichtsverein-soest.de