„Kernstück der gesamten Gesundheitsvorsorge“? Kinderkuren in Bad Sassendorf nach 1945

Während in den 1950er-Jahren Kindererholungskuren noch unhinterfragt als „Kernstück“ der Gesundheitsfürsorge gesehen wurden, haben die oft negativen, teils traumatischen Erlebnisse zahlreicher „Verschickungskinder“ in den letzten Jahren diese Sicht infrage gestellt und die gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt. Der Vortrag der Historikerin Dr. Lena Krull stellt erste Forschungsergebnisse zu Bad Sassendorf vor, die in einem Kooperationsprojekt mit den „Westfälischen Salzwelten“ entstanden sind, und ordnet das Beispiel überregional ein. Wie in anderen Solebädern am Hellweg richteten in Sassendorf verschiedene Träger Kinderkurheime ein, sodass in den 1950er-Jahren über 5.000 Kinder pro Jahr den Ort besuchten.

Referentin: Dr. Lena Krull, Münster

Fragen und Anmerkungen zum Vortrag und zu den Einrichtungen in Bad Sassendorf können gerne in den Kommentaren auf dieser Seite gestellt werden. Darüber hinausgehende Informationen und Vernetzungsmöglichkeiten finden Betroffene bei der Initiative Verschickungskinder, z. B. über die Landeskoordination NRW.

Schaufensterausstellung 2: Der Verein für Geschichte und Heimatpflege Soest e. V. von 1881 bis heute

Schaufensterausstellung 1: „Zerstörung und Wiederaufbau in Soest“

Diese Schaufensterausstellung in der Soester Altstadt präsentierte der Geschichtsverein im Jahr 2015.

Online-Sommer-Quiz des Geschichtsvereins

Achtung: Das Quiz ist beendet und die Gewinner werden benachrichtigt. Auflösung siehe unten.
(18.08.2021)

Teilnahmebedingungen

Teilnehmen kann jeder, der sich für die Geschichte Soests und der Soester Börde interessiert, ausgeschlossen sind die Mitglieder des Vorstands und ihre Angehörigen. Die Antworten können ab dem 5.07.2021 online unter https://geschichtsverein-soest.de/quiz/ eingegeben werden. Der 1. Preis wird ein Mal vergeben, der 2. Preis höchstens drei Mal, der 3. Preis höchstens fünf Mal. Bei mehr richtigen Eingaben entscheidet das Los. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
(Tipp: Nicht alle Fragen lassen sich sofort am Computer lösen. Manches lässt sich im neuen Stadtarchiv, Niederbergheimer Str. 24, erforschen; manches kann man auf einem Spaziergang erkunden.)

Preise

Die Benachrichtigung der Gewinner erfolgt per E-Mail. Der 1. Preis (10/10 richtige Antworten) konnte in diesem Jahr leider nicht vergeben werden. Die 2. Preise (9/10 richtige Antworten) wurden nach dem Zufallsprinzip ermittelt.

  • 1. Preis (10/10 richtige Antworten): ein Reisegutschein der Fa. Karrie Tours im Wert von 300 € (gültig 1 Jahr)
  • 2. Preis (9/10 richtige Antworten): ein großformatiges Soest-Bild (70 cm ✕ 50 cm) aus unserer Ansichtskartenausstellung, auf Leinwand gedruckt und auf einen Holz-Keilrahmen gezogen
  • 3. Preis (8/10 richtige Antworten): kostenlose Teilnahme an einer Tagesexkursion freier Wahl des Geschichtsvereins für 1 Person (gültig 1 Jahr)

Auflösung

1. In welcher Kirche befindet sich eine der ältesten bespielbaren Orgeln der Welt?St. Andreas, Ostönnen
2. Wo befindet sich dieses Fenster?
Patrokli-Dommuseum
3. Welche Partei wurde in Soest gegründet?Deutsche Zentrumspartei
4. Im Jahre 1874 errichtete die Stadt Soest für das ansässige Heeresbataillon einen großen Kasernenbau. Wo stand diese Kaserne?am Pollhof
5. Auf einer Postkarte aus dem Jahr 1899 in der aktuellen Ausstellung des Vereins (27.6.-11.7.2021 im ehemaligen Glühlampenwerk Merkur, Niederbergheimer Str./Rennekamp) sieht man ein „Hôtel Wagner, früher Bierbrodt“. Was befindet sich heute in dem Gebäude?
Ein Hotel
6. Was geschah NICHT vor 140 Jahren (1881) in Soest?Gründung des Soester Obst- und Gartenbauvereins
7. Was haben wir auf diesem Bild „manipuliert“?
Wappen
8. „Soest hat in den alten Häusern und mit ihnen ein Element des Persönlichen und bürgerlich-Intimen bewahrt, das man so selten noch in Deutschland zu finden vermag. Das ist eine Beglückung und Ermutigung dazu, sich auch in der Welt des Gedankens darum zu bemühen, das, was in langer Zeit gewachsen ist, mit der Zukunft zu versöhnen.“ Von wem stammt dieses Zitat?Joachim Ritter
9. Von wo hat man diesen Fernblick auf Soest?
Aussichtsplattform Büecke
10. Wenn jemand sagt, er wohne in Soest am „Hundeschwanz“ (alter Flurname), dann wohnt er …im Ardey-Viertel

Datenschutz

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Historische Ansichtskarten von Soest

Diese Karten sind ohne Verlagsangabe. Rechteinhaber bitte melden.

Karl H’loch: Soest-Ansichten 1931

Karl H’loch, Maler und Graphiker, geboren 1883 in Meedl/Nordmähren, gestorben 1947 in Soest/Westfalen.

Ausbildung in Wien zum Theatermaler, anschließend Studium an der Kunstgewerbeschule und der Kunstakademie Wien bei Gustav Klimt und Felician von Myrbach.

Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges ausgedehnte Studienreisen durch die Länder der damaligen österreichisch-ungarischen Monarchie, das zaristische Russland von Finnland bis in den Kaukasus und durch viele südost- und westeuropäische Länder.

Nach seiner Heirat 1920 zog H’loch nach Soest/Westfalen, die Heimatstadt seiner Frau. Sein Atelier war zunächst in Soest, dann in Ostönnen und ab 1928 in Soest am Hohen Weg (jetzt befindet sich dort das Kreishaus). Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 1939 ein zweites Mal.

H’lochs Werk umfasst viele Gebiete der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks. Es hat seinen Ursprung in einer breitgefächerten künstlerischen und handwerklichen Ausbildung, die damals in Wien gepflegt wurde, und in seinen vielseitigen persönlichen Interessen. In seinem eigentlich Arbeitsfeld, der Malerei und Graphik, nehmen Landschaften und Bewegungsstudien einen breiten Raum ein. Daneben finden sich in seinem Schaffen aber auch Bildhauerarbeiten und Entwürfe für Schmuck und Gebrauchsgegenstände und zahlreiche Buchillustrationen. Auch seine umfassenden Kenntnisse auf dem Gebiet der Kostümkunde waren geschätzt; die Gestaltungsvorlagen für den historischen Festzug zur 1300-Jahr-Feier der Stadt Soest im Jahre 1924 stammen – ebenso wie für ähnliche Veranstaltungen anderer westfälischer Städte – aus der Zeichenfeder von Karl H’loch. Schwerpunkt seiner Arbeit war jedoch das freie malerische und graphische Werk. Den Holzschnitt, den er souverän beherrschte, führte er in späteren Farbholzschnitten zu einem persönlichen, unverwechselbaren Ausdruck weiter.

Durch die Bombardierung Soests kurz vor Kriegsende sind alle Arbeiten, die sich noch im Besitz des Künstlers befanden, zerstört worden, darunter auch alle Druckstöcke für sein umfangreiches graphisches Werk.

Dieter, Gerhild und Carde H’loch

Sie kamen als Besatzer und schieden als Freunde – über das Zusammenleben von Belgiern und Deutschen in Soest

Erstellt und vorgetragen von Frau Prof. Dr. Claudia Hiepel

Kompanie des 5. Linie Regiments anlässlich des Regimentsfestes 1950
Quelle: Stiftung Museum der Belgischen Streitkräfte in Deutschland