Veranstaltungen

Einen interaktiven Veranstaltungskalender finden Sie hier.

Das Veranstaltungsprogramm des Geschichtsvereins 2020

Di.,21.1.2020
19.00 Uhr
Petrushaus, Petrikirchhof 10
Vortrag: Kriegsendphase-Verbrechen im Warsteiner Raum 1945

Zwischen dem 21. und 23. März 1945 – kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs – verübten Angehörige der „Division zur Vergeltung“ zwischen Warstein und Meschede im Sauerland eines der größten Kriegsendphaseverbrechen in Deutschland außerhalb von Konzentrationslagern und Gefängnissen. Hans Kammler, SS-Obergruppenführer, General der Waffen-SS und zuständig u.a. für den Abschuss der V2-Waffe, ließ an drei Stellen im Arnsberger Wald 208 polnische und russische Zwangsarbeiter ermorden. Bei Eversberg erschoss und verscharrte das Exekutionskommando auf einer Wiese 80 Zwangsarbeiter. Im Langenbachtal bei Warstein wurden weitere 71 Menschen umgebracht. In der Waldgemarkung „Im Stein“ bei Suttrop erschoss ein Kommando 57 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Die Opfer ruhen heute in anonymen Gräbern auf dem Friedhof Fulmecke in Meschede. Obgleich das Verbrechen seit 1945 bekannt ist, beschäftigt sich die historische Forschung erst seit wenigen Jahren eingehend mit dem Massaker. Das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Münster erforscht zzt. die Hintergründe und das Ereignis sowie die justizielle Aufarbeitung und das Gedenken an diesen Massenmord. Die LWL-Archäologie für Westfalen hat in Zusammenarbeit mit dem Institut die drei Erschießungsorte untersucht. Dabei wurden zahlreiche Funde – Täterwerkzeuge ebenso wie Habseligkeiten der Opfer – geborgen und Informationen gewonnen, die zu einem besseren Verständnis der Ereignisse beitragen. Die Tat und die Erforschung der Ausgrabungen haben ein großes mediales Interesse im In- und Ausland hervorgerufen, u.a. wurde im Spiegel, der Süddeutschen Zeitung und im heute journal darüber berichtet.

Referenten: Dr. Marcus Weidner, Münster; Dr. Manuel Zeiler, Olpe


Sa., 22.2.2020
15.00 Uhr
Museum Wilhelm Morgner
Thomästr. 1

Filmvorführung: „So weit und groß – die Natur des Otto Modersohn“

Zum 155. Geburtstag des in Soest geborenen Malers Otto Modersohn (*22. Februar 1865, † 10.3.1943) zeigen wir die Dokumentation über Leben und Werk des Mitbegründers der Künstlerkolonie Worpswede aus dem Jahr 2011. Das Besondere: Regisseur des Films ist sein Enkel Carlo Modersohn.
Leitung: Dr. Annette Werntze, Günter Kükenshöner, M. A.


So., 23.2.2020
16.30 Uhr
Petrushaus, Petrikirchhof 10

Jahresmitgliederversammlung und Vortrag

Tagesordnung:
1. Bericht des Vorsitzenden und Aussprache
2. Kassen- und Kassenprüfungsbericht
3. Entlastung des Vorstands, Wahl von zwei Kassenprüfern
4. Ergänzungswahlen zum Vorstand
5. Beschluss über den Vorschlag des Vorstands zur Erhöhung des Mitgliedsbeitrags von 25 € auf 30 €
6. Verschiedenes

Gegen 17.30 Uhr öffentlicher Vortrag: Gemeinsam Heimat gestalten – ein Beitrag zur Demokratie-Arbeit
Heimat wird vor Ort „gemacht“ und auch gelebt. Heimat gestalten – das erfordert bürgerschaftliches Engagement und die entsprechenden Rahmenbedingungen. Die Akteurinnen und Akteure sind wichtige Stützen der Zivilgesellschaft und tragen wesentlich zum Erhalt der Lebensqualität bei. Diese These von Heimat als einem aktiven Gestaltungsprozess vertritt die Referentin als Geschäftsführerin des Westfälischen Heimatbundes e. V. Was bedeutet uns Heimat heute? Was sind die Herausforderungen für die Zukunft? Diesen und weiteren Fragen möchte der Vortrag nachgehen.

Referentin: Dr. Silke Eilers, Münster.


Samstag, 29. Februar 2020
15 Uhr
Burghofmuseum Soest, Burghofstr. 22

Objekt des Monats: Die Ebstorfer Weltkarte

Die Ebstorfer Weltkarte war eine mittelalterliche Weltkarte von ca. 3,57 m Durchmesser auf 30 zusammengenähten Pergamentblättern mit Jerusalem als Mittelpunkt. Mit mehr als 2.300 Text- und Bildeinträgen war sie nach derzeitigem Kenntnisstand die größte und umfangreichste mappa mundi (Weltkarte) aus dem Mittelalter. Sie verbrannte 1943, erhalten sind Reproduktionen, die das Original jedoch nicht vollständig wiedergeben können. Sie wurde nach ihrem Fundort und wahrscheinlichen Herstellungsort, dem Benediktinerinnenkloster Ebstorf in Ebstorf in der Lüneburger Heide, benannt . Auf dieser Weltkarte war auch Soest abgebildet. Eine Kopie der Reproduktion hängt im Burghofmuseum.

Referentin: Gerhild H’loch, Soest


Mo., 2.3.2020
17.00 Uhr
Villa Plange, Sigefridwall 20

Besichtigung der Möbel von Bruno Paul in der Villa Plange

Die Villa Plange – eines der drei Häuser des Architekten Bruno Paul in Soest. Foto Lange im Stadtarchiv Soest

Nach dem spannenden Bauhaus-Jubiläumsjahr, in dem wir mit zahlreichen Veranstaltungen auf den Vordenker und Wegbereiter Bruno Paul und sein Wirken in Soest aufmerksam machen konnten, kehren wir in diesem Jahr zu unserem gewohnten Rhythmus mit je einer Führung pro Quartal in der Villa Plange zurück. Vorgestellt werden der Architekt Bruno Paul, die Familie Plange und vor allem ein von ihm für dieses Haus entworfenes Ensemble an Möbeln, das in Kooperation mit dem Kreis Soest in einem eigens dafür vorgesehenen Raum besichtigt werden kann. Im Folgenden seien die voraussichtlichen Termine zu den Führungen in der Villa Plange im Jahr 2020 genannt: montags, 17 Uhr am 2. März, 8. Juni, 7. September und 7. Dezember.
Wegen des eingeschränkten Raumes bitten wir um rechtzeitige Anmeldung an die Geschäftsstelle 02921-103-1242 oder per Email an: info(at)geschichtsverein-soest.de.


Mi., 25.3.2020
18.30 Uhr
Hotel Haus Griese, Seestraße 5, Möhnesee-Körbecke

ACHTUNG: Diese Veranstaltung muss wegen des Corona-Virus auf voraussichtlich Herbst 2020 verschoben werden.

„Herrenessen mit Damen“ mit

Vortrag: „Stalag VI E – Oflag VI A – Kazerne Colonel BEM Adam“

Die ehemalige belgische Kaserne „Colonel BEM Adam“ weist eine vielschichtige Vergangenheit seit ihrer Erbauung im Jahr 1938 auf. Im Vorfeld der Umgestaltung und Neubebauung des Geländes konnte die Stadtarchäologie Soest 2017 Prospektionsgrabungen zur Suche nach vorgeschichtlichen Siedlungsspuren durchführen. Dabei kamen zahlreiche Befunde und Funde heraus, die u.a. Einblicke in das alltägliche Leben der französischen Kriegsgefangenen geben.

Referentin: Julia Ricken, M. A.
Zu dieser Veranstaltung ergeht eine besondere Einladung.


Fr., 17.4.2020
15.00 Uhr
Treffpunkt Eingang Stadtwerke, Aldegreverwall 12

Stadtspaziergang: Vom Plumpsklo zur Abwasserkanalisation– Ursachen, Folgen, Entstehung und das System der Kanalisation in der Stadt Soest

Der Spaziergang zur Soester „Unterwelt“ vermittelt die Ursachen und Folgen, welche zum Bau der Kanalisation der Stadt Soest in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geführt haben, welche Gebiete der Stadt zuerst und mit welchem Leitungssystem angeschlossen sowie welche Materialien verbaut wurden. Ein Überblick über das derzeitige Kanalnetz- und System, sowie dessen Abwasserbauwerke mit einigen Besonderheiten soll präsentiert werden, Dazu wird noch ein kurzer Exkurs zur Klärtechnik geboten.

Referent: Rolf Lohmann, Soest


Do., 14.5.2020
19.30 Uhr
Petrushaus, Petrikirchhof 10

Vortrag: Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955

Am 8./9. Mai 2020 jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs. Daran knüpft sich die Nachkriegszeit an, die für Menschen in „Deutschland“ subjektiv mit höchst unterschiedlichen historischen Ereignissen und Entwicklungen verbunden ist: Leben in Trümmergesellschaften und Wiederaufbauleistungen, Erfahrungen von Flucht und Vertreibung, „displaced persons“, Schwarzmarktgeschäfte und „Wirtschaftswunder“, Schweigen und Schreiben, Hunger nach Leben, entgangenen Vergnügungen und Kultur. Vor allem mentalitäts- und kulturgeschichtlich erscheint das erste Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg einen besonderen Blick wert.

Referent: Prof. Dr. Harald Jähner [bis 2015 Feuilletonchef der „Berliner Zeitung“ und seit 2011 Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin]


Sa., 16.5. bis So., 17.5.2020
7.30 Uhr
Treffpunkt Parkplatz Stadthalle

Wochenendstudienfahrt: „Auf den Spuren der Hugenotten“ in Bad Karlshafen und Kassel

Außer Brandenburg-Preußen wurde in Deutschland kein Land so durch die hugenottische Einwanderung geprägt wie unser Nachbarland Hessen. Fast 8000 Franzosen fanden nach 1685 im heutigen Bundesland eine neue Heimat. Die durch die französischen Glaubensflüchtlinge besiedelte Planstadt Karlshafen stellt in ihrer architektonischen Geschlossenheit städtebaulich, sowie kulturgeschichtlich etwas Einzigartiges dar. Vom Hugenottenmuseum in Bad Karlshafen über hugenottische Kolonien auf dem Land bis zum Museum „Grimmwelt“ in Kassel verfolgen wir die Spur der Hugenotten.

Leitung: Joachim Bandel

Anmeldungen an die Geschäftsstelle, Tel. (02921) 103-1242 oder unter info(at)geschichtsverein-soest.de.


Achtung, Terminänderung!

Sa., 23.05.2020
13.15 Uhr: Treffpunkt Pilgerbrunnen am Jakobitor für die Fahrradfahrer*innen
14.00 Uhr Schützenhalle Ampen

Radtour und Dorfspaziergang Ampen

Auch in diesem Jahr wird der Verein wieder einen seiner Ortsteile besuchen: Dieses Mal geht es nach Ampen. Das uralte Bördedorf (Ersterwähnung 833) reizt zu einem informativen Spaziergang, der entlang des Amper Kulturpfads besondere Punkte des Dorfes in den Blick nimmt und auch einen Teil der „Wegmarken am Hellweg“ einbeziehen wird. Auch die „Galgenvögel“ südwestlich des Dorfes sollen erläutert werden. Anschließend sind Kaffee und Kuchen im Schützenhaus Ampen vorgesehen.

Leitung: Norbert Dodt

Anmeldungen an die Geschäftsstelle, Tel. (02921) 103-1242 oder unter info(at)geschichtsverein-soest.de.


Fr. 19.6.2020
15.00 Uhr
Bäckerei Steinhoff, Hammer Landstr. 2, 59514 Welver-Borgeln

Betriebsbesichtigung Bäckerei Steinhoff

Die Traditions-Bäckerei Steinhoff in Borgeln ist auch jedem Soester ein Begriff. Gegründet im Jahr 1894 in der „Borgeler Linde“, zählt sie zu den ältesten Familienunternehmen der Umgebung mit zurzeit sieben Standorten in Welver, Soest und Bad Sassendorf. Dass die Bäckerei Steinhoff auch über eine Schokolaterie verfügt, wird einen Besuch der Bäckerei besonders „versüßen“.

Leitung: Karin Steinhoff

Anmeldungen an die Geschäftsstelle, Tel. (02921) 103-1242 oder unter info(at)geschichtsverein-soest.de.


Achtung, Terminänderung!

Sa., 1.8.2020
14.30 Uhr
Treffpunkt Parkplatz Stadthalle

Schnadegang

Die diesjährige Wanderstrecke führt entlang der Grenze zur Gemeinde Möhnesee in Richtung Naturschutzgebiet Standortübungsplatz bei Büecke. Sie beginnt in Bergede und führt über den Kressweg nach Westen. Weitere Informationen werden rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben. Der Unkostenbeitrag beträgt 9 €; Kinder bis 12 Jahre sind frei.

Leitung: Stephan Haverland

Anmeldungen an die Geschäftsstelle, Tel. (02921) 103-1242 oder unter info(at)geschichtsverein-soest.de.


Di., 11.8.2020
19.30 Uhr
Petrushaus, Petrikirchhof 10

Vortrag: Der Friesenhausensche Hof oder: Was alte Mauern erzählen können, wenn man nur richtig zuhört

Durch den Verkauf des Hauses im Steingraben 10 an die heutigen Eigentümer ergab sich die Möglichkeit, vom Keller bis zum Dach alle Veränderungen am Haus zu dokumentieren. Nach dem Entfernen der jüngeren Einbauten trat eine Vielzahl unterschiedlichster Umbauten zu Tage, die die bauliche Entwicklung des Hauses bis in kleine Details belegten. Jede neue Entdeckung brachte neue Fragen und weckte die Neugierde auf weitere Untersuchungen. So entstand ein lebendiges Bild vom Leben im weißen Haus im Steingraben. Der Vortrag hat zum Ziel, nicht nur die Baugeschichte zu erläutern, sondern er soll auch den Zuhörern ein Gefühl dafür vermitteln, wie emotional und spannend der Weg von einem Befund zum nächsten war.

Referent: Dr. Reinhold Schneider, Lippstadt


Sa., 22.8.2020
8.00 Uhr
Treffpunkt Parkplatz Stadthalle

Ganztagsexkursion nach Bad Wildungen und Haina

Die Tagesexkursion führt uns zunächst in das hessische Staatsbad Wildungen. Unser besonderes Interesse gilt dort der evangelischen Stadtkirche. Sie beherbergt den berühmten Wildunger Altar, eines der wichtigsten Arbeiten des Conrad von Soest. Nach dem Mittagessen fahren wir weiter zum nahe gelegenen Kloster Haina. Die fast vollständig erhaltene Zisterzienserabtei aus dem 13. Jahrhundert zählte zu den bedeutendsten Klöstern Hessens. In der Reformationszeit wurde sie säkularisiert. Seitdem diente das Kloster als Hospital für arme und kranke Männer. Aus dieser Zeit rührt ein kleines Museum her, das den Teilnehmern einen informativen Einblick in die Psychiatriegeschichte der vergangenen Jahrhunderte eröffnet.

Leitung: Prof. Dr. Petra Senne, Dr. Wolfgang Stelbrink

Anmeldungen an die Geschäftsstelle, Tel. (02921) 103-1242 oder unter info(at)geschichtsverein-soest.de.


Mi., 9.9.2020
19.30 Uhr
Petrushaus, Petrikirchhof 10

Vortrag: Kauffrauen im Mittelalter

Kauffrauen sind eine interessante Erscheinung des spätmittelalterlichen Wirtschaftslebens. Bereits die ältere Rechts- und Kulturgeschichtsforschung des 19. Jahrhunderts widmete ihnen Aufmerksamkeit, von noch größerer Bedeutung sind sie für die Sozialgeschichte der Frauen, wie sie seit etwa 1970/80 betrieben wird. In diesem Vortrag sollen Ergebnisse eines größeren personengeschichtlichen Forschungsprojekts vorgestellt werden, die es erlauben, nicht nur die allgemeinen Kennzeichen dieses rechtlichen Typs der Frauen zu skizzieren, sondern auch einzelne Kauffrauen vorzustellen und der Frage nachzugehen, wie viele Kauffrauen es beispielsweise in Lübeck überhaupt gegeben hat.

Referent: Prof. Dr. Harm von Seggern, Kiel



Sa., 19.9.2020
8.00 Uhr
Treffpunkt Bahnhof Soest – der genaue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben

Ganztagsexkursion nach Köln: Sakrale Kunst im architektonisch spannenden Umfeld des Kolumba und der Dom in luftiger Höhe

Das Kolumba, das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, präsentiert sakrale Kunstschätze des Erzbistums in einem der architektonisch anspruchsvollsten Museen des Landes. Auf den Ruinen der ehem. Kirche St. Kolumba bietet das Museum in wechselnden Kontexten abendländische Kultur aus zweitausend Jahren. Nach einem gemeinsamen Mittagessen erfolgt am Nachmittag eine Besichtigung des Dachstuhles des Kölner Domes mit spektakulären Ein- und Ausblicken. Die An- und Abreise erfolgt mit der Bahn.


Leitung: Frank Markiewicz

Anmeldung an die Geschäftsstelle, Tel. 02921-103-1242 oder unter info(at)geschichtsverein-soest.de.


Mi., 7.10.2020
19.30 Uhr
Petrushaus, Petrikirchhof 10

Vortrag: Albert Speer – Aufstieg und Fall eines Mythos

War Albert Speer tatsächlich der „gute Nazi“, der nichts vom Holocaust gewusst, beinahe den Krieg gewonnen und sogar ein Attentat auf Hitler geplant haben wollte, wie Millionen seiner Leser glaubten und sich damit selbst entlasteten? Wie konnte er den Einsatz von fast acht Millionen Sklavenarbeitern und die Genehmigung der Todesfabrik Auschwitz-Birkenau vertuschen? Der Referent zeigt in seiner Dissertation viel mehr als die Biografie und Rezeptionsgeschichte des Architekten und Rüstungsministers Albert Speer – nämlich die Deutung des Nationalsozialismus sowohl in seiner Zeit als auch im Lichte der Nachkriegszeit, gezeichnet durch das Prisma der jeweiligen Generation in ihrem historischen Kontext und den sie bestimmenden Narrativen, Filmen und Romanen.

Referent: Dr. Wolfgang Schroeter, Berlin


Di., 24.11.2020
19.30 Uhr
Petrushaus, Petrikirchhof 10

Vortrag: Kinofilme der 1930er- und 1940er-Jahre in Soest

Das Kino war das Massenmedium der 1930er und 1940er Jahre schlechthin. Im Jahr 1943 wurden im deutschsprachigen Raum mehr Eintrittskarten verkauft als jemals sonst. Die Filmschauspieler wurden bewundert wie Pop-Stars und erzielten Gagen wie keine andere Künstlergruppe. Vom nationalsozialistischen Regime propagandistisch missbraucht, changierte das Kino zwischen ideologischer Indoktrination und zweckfreier (?) Humoristik. Ein kleiner Streifzug (mit Filmausschnitten) durch das Soester Kino-Programm jener Zeit soll Erinnerungen an (fast) vergessene Filme und Schauspieler wecken, aber auch die gefährliche Macht des damals noch jungen Massenmediums aufzeigen.

Referent: Günter Kükenshöner, M. A.


So., 6.12.2020
17.30 Uhr
Burghofmuseum, Burghofstr. 22

Vortrag: Wer war Erwin Sylvanus? Eine Spurensuche

Erwin Sylvanus
(1917-1985).
Foto: Stadtarchiv Soest

Der 1917 in Soest geborene Erwin Sylvanus ist heute weithin vergessen. Ende der 50er Jahre brachte er mit „Korczak und die Kinder“ den Holocaust auf nationale und internationale Bühnen. Er brach mit einem Tabu. Vor 1945 versuchte sich der überzeugte Nationalsozialist als völkischer Schriftsteller. Der Vortrag präsentiert erste Ergebnisse der biographischen Recherchen.

Referentin: Dr. Ulrike Witt, Göttingen



Sa., 12.12.2020
8.00 Uhr
Treffpunkt Parkplatz Stadthalle

Ausstellungsbesuche in Aachen: „Dürer war hier“ – „Der gekaufte Kaiser“

„Dürer war hier. Eine Reise wird Legende“ heißt es ab Oktober 2020 in Aachen. Vor 500 Jahren war der Renaissancemeister zur Krönung des Habsburgers Karl V. angereist. Sein Weg führte ihn weiter in die habsburgisch regierten Niederlande. Gerade der reisende Dürer gibt Aufschluss darüber, wie ein meisterhafter Handwerker gesellschaftlich aufstieg, über das Künstlersein in einer Welt, die noch keinen Begriff hatte für das, was wir heute Künstlerschaft nennen. Das Suermondt-Ludwig-Museum präsentiert eine Schau zu einem nie zuvor in dieser Form zusammengetragenen kunst-, kultur- und gesellschaftshistorischen Gesamtbild der Reise. Das Centre Charlemagne rückt in seiner Ausstellung „Der gekaufte Kaiser – Die Krönung Karls V. und der Wandel der Welt“ die Krönung Karls V. zum deutsch-römischen König und „erwählten römischen Kaiser“ in den Blickpunkt. In beiden Ausstellungen haben wir jeweils eine 60min Führung. Es bleibt genügend Zeit zwischen den Ausstellungen und im Anschluss für eine Besichtigung des Aachener Domes, weiterer Sehenswürdigkeiten und dem Weihnachtsmarkt.

Leitung: Gerhild H’loch, Dr. Annette Werntze

Anmeldung an die Geschäftsstelle, Tel. 02921-103-1242 oder unter info(at)geschichtsverein-soest.de.

Hinweise:

Zu allen Veranstaltungen sind Gäste herzlich willkommen. Beitrittserklärungen sind jederzeit im Stadtarchiv und in der Tourist-Information der Stadt Soest erhältlich. Anmeldungen zu den Exkursionen werden nur zu den vormittäglichen Öffnungszeiten des Archivs (Mo.-Fr.: 8.30 Uhr – 12.30 Uhr) entgegengenommen. Der Beitrag zu den Exkursionen wird nach den vorliegenden Anmeldungen kalkuliert. Wir bitten, auch im Interesse von Nachrückern, einen reservierten Platz nicht ohne Abmeldung verfallen zu lassen, da sonst ggf. der Unkostenbeitrag auch ohne Teilnahme entrichtet werden muss. Bei zu geringer Teilnehmerzahl wird die Veranstaltung kurzfristig (in der Lokalpresse oder telefonisch) abgesagt. Änderungen des Programms werden in der Tagespresse bekannt gegeben.

Arbeitskreise:

Der Arbeitskreis Genealogie trifft sich einmal pro Vierteljahr, Kontakt: Dr. Joachim Rüffer, Tel. 02921/80580. Der Geschichtsarbeitskreis Soester Börde behandelt die Geschichte der Dörfer und der Landschaft im ehemaligen Herrschaftsgebiet der Stadt Soest. Kontakt: Horst Braukmann, Tel. 02921/13981.

Der Veranstaltungskalender im Internet: 
www.geschichtsverein-soest.de.

Sie können uns auch per Fax erreichen: 02921/103-81242. Unsere E-Mail-Adresse lautet: info(at)geschichtsverein-soest.de.